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Betriebspraktikum in der Jahrgangsstufe 10

Allgemeines und Zuständigkeiten

Das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium führt in der Jahrgangsstufe 10 ein für alle Schülerinnen und Schüler verbindliches Betriebspraktikum durch.
Dauer und Termin: 2 Wochen gegen Ende des Schuljahres nach den zentralen Prüfungen. Termine und Fristen für den Jahrgang Ihres Kindes entnehmen Sie bitte der Übersicht.

Ansprechpartner in der Schule sind Frau Volland und Frau Pennemann als Koordinatorinnen des Praktikums, daneben in der Stufe 9 die jeweiligen Klassenlehrer/innen, in der Stufe 10 die Stufenleiter/innen.
Schülerinnen und Schüler, die in der Stufe 10 einen Auslandsaufenthalt planen, setzen sich bitte mit den Praktikumskoordinatorinnen in Verbindung.


Auswahl des Berufes und des Praktikumsbetriebs

Jeder Schüler und jede Schülerin hat die Aufgabe, sich selbst einen Praktikumsplatz zu beschaffen. Praktikumsbetriebe sollen so ausgewählt werden, dass sie vom Wohnsitz aus zumutbar erreicht werden können. Falls das regionale Ausbildungsplatzangebot von Jugendlichen größere Mobilität verlangt, können auch Praktikumsplätze, die den Einzugsbereich der Schule überschreiten, genutzt werden. Voraussetzung ist, dass die schulische Betreuung sichergestellt werden kann.“ BASS 12 – 21 Nr. 1 6.2 Die Betreuung können wir als Schule i.d.R. nur sichern, wenn eine Entfernung zwischen Schule und Praktikumsbetrieb von 25km nicht überschritten wird.


Bei der Auswahl des Berufes soll es einen „nachvollziehbaren Bezug zu den bisherigen individuellen Erkenntnissen und Erfahrungen“ geben, d.h. die Potenzialanalyse der Stufe 8 und die Berufserkundungstage der Stufe 8 und 9 und die am Ende der Stufe 9 ausgefüllte Anschlussvereinbarung sollen für die Auswahl von Bedeutung sein. Vgl. Website Berufsorientierung NRW.

Was bedeutet das? Sicher nicht, dass diese die Berufswahl bestimmen sollen, denn Interessen und Fähigkeiten sind zeitabhängig und veränderbar. Aber sie sollten die Grundlage für ein gemeinsames Gespräch mit Eltern und anderen Vertrauenspersonen sein und dadurch die Auswahl beeinflussen.


„Zur Erweiterung des Berufswahlspektrums soll das Interesse von Schülerinnen an technisch-naturwissenschaftlichen und anderen bislang frauenuntypischen Berufen, bei Schülern das Interesse an pädagogischen, pflegerischen und anderen männeruntypischen Berufen geweckt und gefördert werden.“ BASS 12 – 21 Nr. 6


Auf jeden Fall sollte ein Betrieb ausgewählt werden, der eine qualifizierte Beschäftigung anbietet und geeignete Ausbilder/innen zur Betreuung abstellt.


Die schriftliche Aufnahmebestätigung des Praktikumsbetriebs (Formblatt: Erklärung des Praktikumsbetriebs) muss der Schule spätestens 6 Wochen vor Praktikumsbeginn vorliegen, damit Betreuungslehrer zugeteilt und ggf. die Gesundheitsbelehrungen durchgeführt werden können. Schüler und Schülerinnen, die dann noch keine Erklärung des Praktikumsbetriebs abgegeben haben, müssen ersatzweise den Unterricht einer anderen Klassenstufe besuchen. Die Schulleitung entscheidet (ggf. im Einvernehmen mit dem Gesundheitsamt und der Bezirksregierung) über die endgültige Zuteilung des jeweiligen Praktikumsplatzes.


Schüler und Schülerinnen, die bei Unternehmen Praktikum machen wollen, die nur Sammelbewerbungen von Schulen akzeptieren, geben ihre Bewerbung bis spätestens 4 Wochen nach Beginn der Stufe 10 bei den Praktikumskoordinatorinnen ab.

Tipps zur Suche nach geeigneten Berufen und Betrieben:


http://www.berufsorientierung-nrw.de/cms/upload/pdf/Lexikon-Ausbildungsberufe.pdf

ist ein Lexikon, das sämtliche Ausbildungsberufe sortiert nach Berufsfeldern auflistet.
• Das örtliche Telefonbuch von Bergisch Gladbach listet Ausbildungsbetriebe mit Ausbildungsberufen auf.


http://www.bwp-nrw.de/los-gehts/

gibt Information zum Berufswahlpass nrw mit Materialien zur Feststellung der eigenen Stärken


http://portal.berufe-universum.de/

schlägt Berufe vor, wenn man eigene Stärken und Interessen eingibt. Stärken können getestet werden. (Nur bis Klasse 10 und nicht für Studienberufe geeignet)


http://www.planet-beruf.de/Rund-ums-Praktikum.9178.0.html?&type=98

bietet Information rund ums Praktikum


https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/faces/index?path=null

bietet Information zu einzelnen Berufen (Tätigkeiten und Ausbildung).


http://www.berufe.tv/BA/filmuebersicht.html

stellt Berufe in kleinen Filmen dar.


http://jobboerse.arbeitsagentur.de/

bietet offene Stellen an. Tipp: Eine reguläre Stelle des gewünschten Berufs suchen, Firmenadresse notieren und als Praktikant bzw. Praktikantin bewerben.


http://www.azubiyo.de/ausbildungsmessen/nordrhein-westfalen/

informiert über Messen zur Berufsorientierung


Praktikumsziele

Der Praktikumsbericht soll zeigen, dass die Ziele des Praktikums, erreicht wurden. Praktikumsziel ist die Fortsetzung des Berufswahlprozesses, u.a.

  1. Einen vertieften Einblick in die Berufs- und Arbeitswelt gewinnen
  2. Auseinandersetzung mit einem Beruf (Ausbildungsberuf oder akademischer Beruf) und Einüben von Recherchen dazu
  3. Kritische Selbsteinschätzung und Vergleich des eigenen Profils mit dem Berufsprofil



 

Praktikumsbericht

Jeder Schüler / jede Schülerin schreibt einen Praktikumsbericht. Er soll das Praktikum dokumentieren und zeigen, dass die Ziele erreicht wurden. Er wird nach einem festgelegten Erwartungshorizont von dem betreuenden Lehrer / der betreuenden Lehrerin beurteilt und muss diesem / dieser am Montag, der dem letzten Praktikumstag folgt, bis mittags 12:00h abgegeben sein. Die Teilnahme am Praktikum und die Beurteilung des Praktikumsberichts durch den betreuenden Lehrer erscheinen unter „Bemerkungen“ auf dem Abschlusszeugnis der Stufe 10. Vorgaben zum Praktikumsbericht und den Erwartungshorizont finden Sie unter dem Menüpunkt „Service“ „Intern“.


Vorbereitung


Potenzialanalyse und Berufserkundungstage und die Anschlussvereinbarung bereiten das Praktikum vor. Weitere Vorbereitung erfolgt in der Jahrgangsstufe 9 im Deutsch- und im Politikunterricht. Im Deutschunterricht stehen die Berufswahl und das Schreiben einer Bewerbung im Vordergrund, im Politikunterricht der Betrieb als Wirtschaftseinheit, der Jugendarbeitsschutz und die betriebliche Mitbestimmung. Außerdem führen die Praktikumskoordinatorinnen in der Jahrgangsstufe 10 eine Vorbereitungsveranstaltung durch. Inhalte sind: Gefahren im Betrieb, Regeln während der Durchführung des Praktikums und Grundsätze zur Anfertigung und Beurteilung des Praktikumsberichts. Am wichtigsten jedoch ist die eigene Vorbereitung, denn nur wer sich zuvor intensiv mit dem ausgewählten Beruf auseinandergesetzt hat, kann während des Praktikums gezielt Informationen und Tätigkeiten einfordern.
Schülerinnen und Schüler, die für ihre Tätigkeit nach dem Infektionsschutzgesetz eine Gesundheitsbelehrung benötigen, wenden sich an die Praktikumskoordinatorinnen. Sie erhalten diese dann im Gesundheitsamt (ca. 1 ½ stündige Belehrung). Sollte der Betrieb Gesundheitszeugnisse verlangen, die nicht gesetzlich vorgeschrieben sind, werden die Kosten nicht übernommen.


Durchführung


Schülerbetriebspraktika dürfen nur im Rahmen des Jugendarbeitsschutzgesetzes durchgeführt werden. Demnach sind Jugendliche, die der Vollzeitschulpflicht unterliegen, wie Kinder zu behandeln und dürfen nicht mehr als 7 Stunden täglich und 35 Stunden wöchentlich beschäftigt werden (Siehe JArbSchG § 2 (3) und § 5 (2) sowie § 7).
Das Praktikum ist eine Schulveranstaltung, die Schüler bzw. Schülerinnen sind nicht Arbeitnehmer bzw. Arbeitnehmerinnen der Betriebe und erhalten auch keine Vergütung. Schüler und Schülerinnen sind daher gesetzlich unfallversichert. Im Krankheitsfalle muss auch die Schule benachrichtigt werden.
Während der Praktikumsdauer werden sie von dem betreuenden Lehrer bzw. der betreuenden Lehrerin i. d. R. einmal besucht.
Das Betriebspersonal ist während des Praktikums weisungsbefugt. Der Betrieb muss auf die Einhaltung von Arbeitsschutzgesetzen, Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz sowie Sicherheitsvorschriften achten.


Nachbereitung

Jeder Schüler bzw. jede Schülerin wendet sich im eigenen Interesse selbständig an den Betrieb und erfragt, ob dieser bereit ist, ein Zeugnis auszustellen. Bei kleinen Betrieben ohne Personalabteilung ist das in der Regel eher möglich als in großen Unternehmen. Das Praktikumszeugnis ist als Kopie an die Koordinatorinnen weiterzugeben.

Sollte der Betrieb kein Zeugnis ausstellen, so lässt der Praktikant sich zumindest eine Praktikumsbescheinigung ausstellen. Diese ist als Kopie an die Koordinatorinnen weiterzugeben. Falls der Betrieb es wünscht, steht dafür ein Vordruck zur Verfügung.
Ein schulischer Erfahrungsaustausch findet i. d. R. in den ersten beiden Unterrichtsstunden nach dem Praktikum im Kursverband statt. Schüler und Schülerinnen werden zu ihren Erfahrungen befragt und das Praktikum aufgrund dieser Befragung evaluiert.
Der Praktikumsbericht ist ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Nachbereitung und ist nach Korrektur durch den betreuenden Lehrer in ihrem Ordner zur Berufsorientierung (Berufswahlpass) aufzubewahren.


Fahrtkostenerstattung


Die Erstattung notwendiger Fahrtkosten, die nicht durch das Schülerticket abgedeckt sind, erfolgt im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften durch die Stadt Bergisch Gladbach. Die Anträge und Fahrscheine müssen spätestens am Dienstag nach den Zeugniskonferenzen der Sekundarstufe I bei den Koordinatorinnen abgegeben zur gesammelten Weiterleitung an die Stadt abgegeben werden. „Für die Übernahme entstehender Fahrkosten findet die Verordnung zur Ausführung des § 97 Abs. 4 Schulgesetz (Schülerfahrkostenverordnung – SchfkVO) i. V. m. den Verwaltungsvorschriften zur Ausführung der Schülerfahrkostenverordnung (VVzSchfkVO) – BASS 11 – 04 Nr. 3.1/Nr. 3.2 – Anwendung. Danach legt die obere Schulaufsichtsbehörde Entfernungsgrenzen fest, innerhalb derer eine entsprechende geeignete Praktikumsstelle unter Berücksichtigung der regionalen Ausbildungsmöglichkeiten und einer zumutbaren Fahrzeit zu wählen ist. Die für den Besuch weiter entfernt liegender Betriebe darüber hinaus entstehenden Kosten tragen die Eltern, sofern von Schulträgerseite keine Kostenübernahme erfolgt.“ BASS 12 – 21 Nr. 1 6.2 (Stand: 1. 4. 2013). Bitte beachten Sie auch die untere Entfernungsgrenze.


[zuletzt aktualisiert 23.9.2017, Volland/Pennemann]