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Latein als dritte Fremdsprache

  • Die zeitliche Distanz zu den Menschen, die Latein gesprochen haben, macht uns diese Sprache fremd; zugleich ist sie uns aber immer schon vertraut, lebt sie doch als Muttersprache Europas nicht nur in den romanischen Sprachen fort, sondern auch in den Fachsprachen der Wissenschaften, im Deutschen und im Englischen. So bildet Latein z. B. die Basis für 50-60% des englischen Wortschatzes.


    Was ist das Besondere am Lateinunterricht?

    Ziel des Unterrichts ist nicht - wie in den modernen Fremdsprachen - die Verständigung in dieser Sprache, sondern das Verstehen von Texten als Grundlage für eine Auseinander-setzung mit der römischen Kultur immer im Hinblick auf unsere heutige Kultur. Der Lateinunterricht bietet also einen Blick in die europäische Vergangenheit (das Alltagsleben in der Antike, die Geschichte der Römer, Mythen und Götter) und erschließt uns die antiken Wurzeln unserer Kultur: Nicht nur die Sprache an sich hat Europa geprägt, sondern natürlich auch die geistigen Errungenschaften wie Philosophie und Literatur. Der Lateinunterricht diskutiert die Grundprobleme menschlichen Lebens und die Auseinander-setzung mit den Grundgedanken der europäischen Kultur fordert zur kritischen Stellung-nahme heraus. Die Themenvielfalt führt zu einem umfangreichen Allgemeinwissen.


    Was bringt uns das Erlernen der lateinischen Sprache?
  • Die lateinische Sprache erschließt uns einen direkten Zugang zur griechisch-römischen Antike, durch die unsere westliche Zivilisation bis auf den heutigen Tag in starkem Maße geprägt ist.
  • Die Beschäftigung mit Latein fördert das Verständnis für sprachliche Strukturen, erweitert den Wortschatz und erleichtert damit das Erlernen weiterer Sprachen.
  • Die Übersetzung aus dem Lateinischen ins Deutsche erfordert einen Sprachvergleich, leitet zur Sprachreflexion an und leistet so einen Beitrag zum besseren Verständnis der Muttersprache. So wird auch die allgemeine Sprachkompetenz durch das Erlernen der lateinischen Sprache stark verbessert.
  • Das Alter der Originaltexte und ihre Distanz machen es notwendig, frühzeitig Methoden der Texterschließung einzuüben. So wird auf späteres wissenschaftliches Arbeiten vorbereitet.
  • Erwerb des Latinums


    Wofür wird das Latinum verlangt?

    Wer in Deutsch, einer Fremdsprache, Geschichte, Philosophie oder Religionslehre eine Lehramtsprüfung für NRW ablegen will, muss in jedem Fall das Latinum nachweisen.
    In der Regel wird das Latinum für Hochschulabschlüsse in den Geisteswissenschaften, der Theologie und Archäologie gefordert. Eine genauere Angabe ist hier nicht möglich, da die Hochschulen die entsprechenden Prüfungsordnungen selbst gestalten können und sich die Bestimmungen deshalb zum Teil je nach Hochschule erheblich unterscheiden.

    Als Schüler oder Schülerin das Latinum zu erwerben, ist weitaus einfacher, als das Latinum später nachzuholen. In der Regel verliert man dann ein volles Jahr für das eigentliche Fachstudium und die Durchfallquote ist trotz aller Anstrengungen enorm hoch.


    Kursfolge

    Im Rahmen der Differenzierung wird ein dreistündiger Anfängerkurs in Latein angeboten. Dieser wird in der Oberstufe – also ab der Klasse 10 – fortgesetzt.

    In der Grundphase, die ungefähr die ersten zweieinhalb Jahre umfasst, wird mit dem Lehrbuch gearbeitet. Hierbei geht es neben der Vermittlung der notwendigen Sprachkenntnisse um Wege der Texterschließung und um eine Einführung in die römisch-griechische Kultur und ihr Fortleben in den europäischen Kulturen.
    In der Aufbauphase werden Originaltexte der römischen Literatur gelesen. Das Latinum erreichen die Schüler am Ende der Stufe 12.

    Für weitere Informationen stehen Ihnen die Lateinlehrer/innen gerne zur Verfügung.

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