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Was ist Philosophie?

Übersetzt bedeutet Philosophie in etwa „Liebe zur Suche nach der Weisheit“.
Diese Bezeichnung geht auf Sokrates, einen der ersten Philosophen des Abendlandes zurück.

Wenn wir über etwas staunen, z.B. über das Leben, und uns fragen, was denn der Sinn unseres Lebens oder gar des Lebens schlechthin sei, dann sind wir auf dem Weg zur Philosophie. Wir suchen nach Erklärungen. Solche werden uns allerdings viele angeboten.

Wenn wir im Philosophieunterricht grundsätzlichen Fragen unseres Daseins nachgehen, dann sind wir dem Geist der Aufklärung und Vernunftkultur verpflichtet.
Wir suchen Erklärungen zu verstehen, zu vergleichen und in all ihren Konsequenzen und Zusammenhängen zu durchleuchten. Das bedeutet oft harte Textarbeit, also Texte lesen, verstehen und vergleichen, aber auch Diskussionen auf der Basis dieser Kenntnisse und die Entwicklung eines eigenen, fundierten Standpunktes.

Die Philosophie gilt als Mutter aller Wissenschaften, mit Ausnahme der Theologie, die als eigenständige Wissenschaft bestand. Nach und nach haben sich aus der Philosophie die Einzelwissenschaften erst entwickelt und abgespalten, z.B. die Physik, die Psychologie oder auch die Kunstwissenschaft. Steigen wir tief genug in die Einzelwissenschaften ein, so gelangen wir wiederum zu philosophischen Fragestellungen. Deshalb ist die Philosophie ihrem Wesen nach auch fachübergreifend und fächerverbindend.



Was sind philosophische Fragestellungen?

Zum Beispiel:
Was ist gutes Handeln?
Was ist der Mensch?
Bin ich frei? Was bedeutet Freiheit?
Was ist die beste Gesellschaft, was der beste Staat?
Was heißt eigentlich, etwas erkennen?
Wie erkenne ich überhaupt etwas?
Was kann ich sicher und unbezweifelbar wissen
Wie entwickeln sich Wissenschaften?
Was darf ich hoffen?
Was ist schön?
Was ist Sprache?

Dabei gehören die Fragestellungen des ersten Blocks zur praktischen Philosophie.



Wann wird Philosophie angeboten?

Philosophie gehört zum offiziellen Fächerkanon der gymnasialen Oberstufe der Sekundarstufe II. Hier kann es in den Jahrgangsstufen 10, 11 und 12 gewählt werden.
Es kann sowohl schriftliches als auch mündliches Abiturfach sein.



Warum sollte ich Philosophie belegen?

Einige Philosophen behaupten, dass Philosophie uns unmittelbar bei der Bewältigung unserer Lebensprobleme hilft.

Darüber kann man streiten. Aber Philosophie hilft mir zumindest, bestimmte Denkmuster zu erkennen, zuzuordnen, mitsamt ihren Konsequenzen zu durchschauen und bietet mir so eine Orientierungshilfe.

Egal, ob ich Rechtsanwalt werden will oder Physiker oder Wirtschaftsingenieur, Philosophie gibt mir auf jeden Fall eine vertiefte Allgemeinbildung, kulturelles Hintergrundwissen und ist das nötige Korrektiv der Einzelwissenschaften.

Sollte ich momentan Religion ablehnen, so kann mir die Philosophie helfen, eine eigene Ethik entwickeln. Diese muss nicht zwangsweise im Widerspruch zu einer christlichen Ethik stehen, denn z.B. Christ sein und Philosoph sein schließen sich keinesfalls aus.



Wann muss ich Philosophie belegen?

Nehme ich aus Gewissensgründen nicht am Religionsunterricht teil und bietet die Schule Philosophieunterricht an, so bin ich zur Teilnahme am Philosophieunterricht verpflichtet. Das gilt sowohl in der Sekundarstufe II als auch in den Klassen 5-9, dort allerdings am Fach „Praktische Philosophie“.

Der Wechsel von Religionsunterricht zum Fach Praktische Philosophie oder umgekehrt ist in den Klassen 5-9 i.d.R. jeweils zum Beginn eines Schulhalbjahres möglich und ist der Schulleitung von der religionsmündigen Schülerin bzw. dem religionsmündigen Schüler selbst, ansonsten von den Erziehungsberechtigten schriftlich mitzuteilen. Das notwendige Formblatt kann hier heruntergeladen werden.

 

 

 

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