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Aufgaben und Fragestellungen des Faches Religion

Bildquelle: © Dieter Schütz,
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Schülerinnen und Schüler fragen nach Orientierung in ihrem Leben, nach Maßstäben für die eigene Lebensgestaltung, für unser soziales Miteinander und für einen verantwortlichen Umgang mit Technik und Natur.
Religionsunterricht möchte die Schülerinnen und Schüler bei diesem Nachdenken, Suchen und sich Vergewissern begleiten. Er bringt sie dabei in Dialog und Auseinandersetzung mit den überlieferten Glaubensinhalten der biblisch-christlichen Tradition.
Die Schülerinnen und Schüler sollen ermutigt werden, sich für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen, sie sollen ermutigt werden für sich nach Sinn und Erfüllung zu suchen.
Verantwortliches Handeln orientiert sich an den unveräußerlichen Grundrechten, wie sie heute in der Charta der Menschenrechte und im Grundgesetz kodifiziert sind, Religionsunterricht lehrt diese aus ihren Ursprüngen zu verstehen, insbesondere dem jüdischen Gesetz, der griechischen Philosophie und der Bergpredigt. Indem Religionsunterricht hilft, dass Schülerrinnen und Schüler solche Begründungen für Werturteile erkennen, fördert er ihre ethische Urteils- und Handlungsfähigkeit.
Die Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler weist immer deutlichere Züge von Traditionsverlust und Indifferenz auf. Christliche Lebenspraxis, Sprache und Rituale, christliche Sinn- und Wertvorstellungen werden nicht mehr erlebt und wahrgenommen. Religionsunterricht bekommt hier in wachsendem Maße die Funktion den Traditionsabbruch christlich-europäischer Kultur zu verhindern. Das Wissen um die Tradition erleichtert das interkulturelle Gespräch und die kritische Auseinandersetzung mit den zahlreichen Sinnangeboten der Gegenwart.


[A-P / Bon]